„Der Klimawandel ist unsere größte Herausforderung“

Mittwoch, 23. Juni 2021

Video-Reihe „Mittwochsminuten“ thematisiert nachhaltigen Waldumbau als Chance

München, 23. Juni 2021. Die größte Herausforderung auch bei der Bewirtschaftung der Waldgebiete der Erzdiözese München und Freising sieht Bernhard Vollmar, Leiter der Abteilung Forst der Erzdiözese, im fortschreitenden Klimawandel. In der neuen Folge der Video-Reihe „Mittwochsminuten“ beschreibt Vollmar den Wald als ein wichtiges „multifunktionales Ökosystem, in dem auf ein und derselben Fläche Holz, Wasser und Atemluft produziert werden“. Grundlegend für die Erhaltung und Entwicklung des Kirchwaldes sei die Schöpfungsverantwortung. Der Maßstab ist demnach laut Vollmar, eine Balance zwischen ökonomischen, ökologischen und sozialen Interessen zu finden.

Vielen Erholungssuchenden diene der Forst als „Ort der Stille“. Der Wald sei aber vor allem „ein Lebensraum für Tiere und Pflanzen“, die wiederum immer mehr unter den Folgen der Klimaerwärmung zu leiden hätten, mahnt Vollmar. Wie dem Klimawandel entgegengewirkt werden kann, erläutert der Diplom-Forstwirt an einem Beispiel: Auch in dem im Video gezeigten Waldstück der Erzdiözese in Weßling am Ammersee nehmen die für Trockenheit besonders anfälligen Fichten nach wie vor einen Großteil der Fläche ein. Ein ökologischer Waldumbau, bei dem andere trockenheitsresistente Baumarten aufgeforstet werden, ist für die Zukunft unumgänglich: „Jetzt liegt es an uns, diese Flächen so schnell wie möglich umzubauen in Mischbestand, damit unsere Enkel noch eine lebenswerte Umwelt vorfinden können“, so Vollmars Appell.

Die Forstabteilung der Erzdiözese München und Freising bewirtschaftet circa 5.000 Hektar Wald. Davon sind rund 4.500 Hektar in Eigenbesitz der Erzdiözese, der Rest beläuft sich auf dazu gepachtete Waldflächen anderer kirchlicher Stiftungen. Die Fläche verteilt sich über das gesamte Erzbistum. 

 

Hier geht es zu den Mittwochsminuten

Die einzelnen Folgen der Video-Reihe „Mittwochsminuten“ erscheinen vierzehntägig jeden Mittwoch ab 12 Uhr auf der Homepage der Erzdiözese München und Freising und auf den Social-Media-Kanälen der Erzdiözese München und Freising. (taw)

 

Text: Pressestelle des Erzbistums München und Freising

Bild: Markus Tremmel