Der Wandel unseres Wirtschaftens und Lebens ist notwendig – nicht nur für Bayern!

Dienstag, 14. Juli 2020

Die KLB Deutschland unterstützt die Initiative „Bayernplan zur sozialen und ökologischen Transformation“

 

Die Zeit der Pandemie hat gezeigt, dass unser Handeln, Wirtschaften und Wachsen an seine Grenzen gekommen ist. Dies bringt viele Menschen zum Nachdenken und Erkennen: ein „Weiter so“ wird es sinnvoller Weise nicht mehr geben können. Wir müssen uns und unser Wirtschaftssystem verändern – transformieren in einer gerechten und nachhaltigen Art und Weise.

 

In Bayern startete dazu am 25. Juni 2020 die Aktion „Bayernplan zur sozialen und ökologischen Transformation“ um 14:30 Uhr mit der Überreichung einer Petition an die Präsidentin des Bayerischen Landtags, Ilse Aigner. Zu den Initiatoren gehören neben dem Landeskomitee der Katholiken in Bayern die Jesuitenmission in Nürnberg, der BUND Naturschutz in Bayern, die Fridays for Future sowie die Evangelische Jugend in Bayern. Die KLB Deutschland hat sich entschieden, wie insgesamt mehr als 120 Organisationen und Einzelpersonen aus verschiedenen Bereichen der katholischen und evangelischen Kirche, aus Umweltorganisationen, der Eine-Welt-Bewegung, Kultur, Sozialem und Wissenschaft die Initiative zu unterstützen.

 

Wir sind fest davon überzeugt, dass die soziale und ökologische Transformation notwendig ist für ganz Deutschland und sich nicht auf Bayern beschränken wird.

 

Die Monate mit der Corona-Pandemie haben gezeigt, dass einerseits unser Wirtschaftssystem an seine Grenzen gekommen ist und seine Verletzlichkeit zu Tage trat, andererseits die Menschen bereit sind Veränderungen aktiv mitzugestalten. Hierbei sind neben der Orientierung an planetaren Grenzen zur Gewährleistung ökologischer Nachhaltigkeit Fragen der Gerechtigkeit zentral, wie sie in den Nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen vereinbart wurden. Zu einer klimagerechten Zukunft für alle gehört, dass Bayern und Deutschland Verantwortung übernehmen für ihren historisch überproportionalen Anteil an den klimarelevanten Emissionen, ebenso das Eintreten für die nachhaltige Eindämmung von Fluchtursachen und ein konsequent humaner Umgang mit bereits Geflüchteten hier und weltweit. Eine sozial-ökologische Transformation bedeutet darüber hinaus, bestehende Ungleichheiten zwischen Ländern und verschiedenen sozialen Gruppen - insbesondere die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern – nicht zu vergrößern, sondern abzubauen und entstehende Verwerfungen abzufedern.

Kurzfristig bedeutet dies, dass die aktuellen Corona-Hilfspakete auch zur Einleitung der Transformation hin zu einer sozial-gerechteren und ökologisch nachhaltigeren Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung beitragen müssen und man dadurch vermeidet, auf jene Gleise zurückzufallen, die uns diese Krisen bescheren. Diese Chance gilt es zu nutzen.

 

Bad Honnef, den 25. Juni 2020

 

Informationen zu den Inhalten des Anliegens sowie die Zusammensetzung der erstunterzeichnenden Organisationen und Personen können Sie der Website <www.wirtransformierenbayern.de> entnehmen. Dort finden Sie auch weitere wichtige Informationen, etwa, wie weitere Organisationen sich der Aktion anschließen können und wie die Petition von allen Bürgerinnen und Bürgern mitgezeichnet und unterstützt werden kann. Stets neue Informationen erhalten Sie ebenfalls auf der ab dann online gehenden Aktions-Fanpage <@wirtransformierenbayern> bei Facebook. 

 

KLB Katholische Landvolkbewegung Deutschland

 

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