Rentenbündnis fordert angemessene Existenzsicherung im Alter

Dienstag, 22. Juni 2021

Nur eine weitreichende Rentenreform kann eine drohende Zunahme von Altersarmut verhindern!

Rentenbündnis der katholischen Verbände fordert angemessene Existenzsicherung für alle Bürgerinnen und Bürger im Alter

(Stand 11.06.2021)

Die Zukunftsfähigkeit des deutschen Rentensystems wird in den kommenden Jahren aufgrund zunehmender demografischer Lasten vor großen Herausforderungen stehen. Das Rentenbündnis der katholischen Verbände fordert erneut eine weitrechende und nachhaltige Rentenreform, mit der vor allem auf die drohende Zunahme von Altersarmut und die Folgen einer alternden Gesellschaft reagiert wird. Erwartet wird, dass sich die nächste Bundesregierung sowie der Deutsche Bundestag dieser Herausforderung endlich stellen. Die Parteien sind zugleich aufgefordert, bereits im Vorfeld der Bundestagswahl 2021 ihre rentenpolitischen Vorstellungen und Konzepte vorzulegen!

Die im Rentenbündnis zusammengeschlossenen katholischen Verbände – Familienbund der Katholiken (FDK), Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands (KAB), Kolpingwerk Deutschland, Katholische Landvolkbewegung Deutschland (KLB) und katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) – haben folgende Erwartungen für ein nachhaltiges und solidarisches Rentensystem:

  • Einführung einer garantierten, existenzsichernden Altersrente, die allen Bürgerinnen und Bürgern im Alter ein würdevolles Leben ermöglicht – statt wachsender Altersarmut und bedarfsgeprüfter Grundsicherung mit vielen Einschränkungen und hohem bürokratischem Aufwand.
  • Berücksichtigung individueller Rentenanwartschaften aufgrund von Erwerbsarbeit, Kindererziehung und Pflege zusätzlich zur existenzsichernden Altersrente.
  • Stärkere Würdigung von Lebensleistungen durch Anerkennung von Kindererziehungszeiten mit sechs Entgeltpunkten pro Kind und damit auch Würdigung der Leistungen der Familien für den Generationenvertrag und die Zukunft des Rentensystems.
  • Aufwertung der Rentenanwartschaften für die Pflege von Angehörigen auch nach Eintritt ins Rentenalter.
  • Rentenrechtliche Anerkennung von ehrenamtlichem Engagement.
  • Einbeziehung aller Erwerbstätigen in die gesetzliche Rentenversicherung und somit Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung.
  • Sozialversicherungspflicht für alle Beschäftigungsformen und Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns – existenzsichernde und angemessene Entlohnung ist die Basis für eine würdevolle Altersrente.
  • Ausbau von Präventions- und Rehabilitationsmaßnahmen, um die Möglichkeit von Erwerbstätigkeit bis zum Eintritt ins Rentenalter zu schaffen.

Das Rentenbündnis der katholischen Verbände setzt sich für eine solidarische, existenzsichernde Altersrente für alle Einwohnerinnen und Einwohner ohne Bedarfsprüfung ein. Nur der Vorschlag des Rentenbündnisses der katholischen Verbände verbindet eine eigenständige leistungsgerechte Alterssicherung mit einer garantierten Existenzsicherung für alle systematisch miteinander. Zusätzlich zur existenzsichernden Altersrente erhalten alle Versicherten Rentenansprüche entsprechend ihrer im Lebensverlauf erworbenen Anwartschaften.

 

Bild: KLB München und Freising