KLB will bei Klimaschutz anpacken - Neuer Landesvorstand

Dienstag, 17. Mai 2022

Allen Menschen Anregungen geben, sich als Organisation selbst verpflichten und die Politik zum Handeln auffordern: Das will die KLB Bayern mit einem Papier zum Klimaschutz, das sie im Rahmen ihrer Landesversammlung am 13. Mai in der KLVHS Petersberg (Erdweg) mit großer Mehrheit beschlossen hat. Außerdem wählte die Versammlung den vierköpfigen ehrenamtlichen Landesvorstand neu. Rita Multerer aus Adelshofen im Landkreis Fürstenfeldbruck wurde dabei zur neuen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Verabschiedet wurde nach neun Jahren im Landesvorstand Irmi Haas aus Bergkirchen (Landkreis Dachau). Das Pariser Klimaabkommen hat festgelegt, dass der weltweite Temperaturanstieg auf deutlich unter 2 Grad gehalten bzw. auf 1,5 Grad begrenzt werden soll. Dies gilt mittlerweile unter Expert*innen als Mindestanforderung, um zu verhindern, dass

weltweit Ökosysteme ins Kippen geraten und den Klimawandel derart beschleunigen, dass er nicht mehr aufhaltbar ist und seine Folgen die Lebensgrundlagen von Milliarden Menschen gefährden. Mit ihrem Papier will die KLB Bayern aus ihrer Verantwortung für die Schöpfung heraus Anregungen geben, im je eigenen Lebensumfeld sowie in der KLB und anderen Organisationen und Verbänden aktiv zu werden und klimabewusst zu handeln. Neben diesem Charakter einer Selbstverpflichtung werden auf einer dritten Ebene auch Forderungen an die Gesellschaft als Ganzes bzw. an die nationale und internationale Politik formuliert.

„Es braucht gemeinschaftlichen Druck, um Veränderungen zu erreichen“ „Wir müssen aufhören, immer mit dem Finger auf andere oder auf den Staat zu zeigen“, so Landesvorsitzende Michaela Widmann. „Jede und jeder kann etwas tun, um seinen ökologischen Fußabdruck zu verbessern. Natürlich stößt man dabei irgendwann auf Hürden, die der oder die Einzelne nicht überwinden kann. Dann sind entweder Organisationen gefragt, in denen wir uns bewegen, oder aber der Staat, und es braucht dann gemeinschaftlichen Druck, um die notwendigen regulatorischen Veränderungen zu erreichen.“

Konkretes Handeln: Weniger Flüge und Ende der 10H-Regel in Bayern Das Papier führt exemplarisch für alle drei Ebenen des Handelns – Person, Organisation, Staat – Beispiele auf, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. So wünscht sich die KLB Bayern unter anderem ein Ende der 10H-Regel für Windräder in Bayern sowie eine Senkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten auf allen Straßenarten. Reiseangebote kirchlicher Veranstalter sollten nach den Vorstellungen der KLB in einem Radius von mindestens 1.000 km ohne Flüge durchgeführt werden. Den einzelnen Menschen wird unter anderem nahegelegt, ihr Mobilitätsverhalten zu verändern und so gut es geht, auf das Auto und vor allem auf Flüge zu verzichten.

Rita Multerer neu im Vorstand Mit Rita Multerer aus Adelshofen im Landkreis Fürstenfeldbruck gibt es ein neues Gesicht im ehrenamtlichen Landesvorstand der KLB Bayern. Sie wurde am vergangenen Freitag zur neuen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Neue Vorsitzende der KLB Bayern ist Michaela Widmann (Altomünster, Landkreis Dachau), die bisherige stellvertretende Vorsitzende. In ihren Ämtern bestätigt wurden Andreas Felsl (Buchloe, Landkreis Ostallgäu) als Landesvorsitzender und Gerd Schneider (Euerfeld, Landkreis Kitzingen) als stellvertretender Vorsitzender. Dem Landesvorstand gehören auch der Landvolkseelsorger Josef Mayer und der Landesgeschäftsführer Martin Wagner an, die aber im Rahmen der Versammlung nicht zur Wahl standen. Aus dem Vorstand ausgeschieden ist Irmi Haas (Bergkirchen, Landkreis Dachau). Sie war seit 2013 Teil des Landesvorstandes, zunächst als stellvertretende Vorsitzende und zuletzt als Landesvorsitzende der KLB Bayern. Der Vorstand und die gesamte Versammlung bedankten sich bei Irmi Haas für ihren jahrelangen unermüdlichen Einsatz für den Verband, der um so bemerkenswerter ist, weil Haas neben der KLB in vielen weiteren Bereichen ehrenamtlich Verantwortung übernimmt. So ist sie u.a. auch weiterhin Vorsitzende des Trägervereins der KLB Landesstelle.

Die KLB (Katholische Landvolkbewegung) Bayern ist seit 1951 eine Bildungs- und Aktionsgemeinschaft für die Menschen im Ländlichen Raum. Sie setzt sich für deren politische und religiöse, wirtschaftliche, soziale und kulturellen Belange ein.

Mehr: www.klb-bayern.de

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Martin Wagner

Katholische Landvolkbewegung (KLB) Bayern

Landesgeschäftsführer

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Bild:  Der neue ehrenamtliche Landesvorstand der KLB Bayern (Katholische Landvolkbewegung) mit v.l. Michaela Widmann (Landesvorsitzende), der neugewählten Rita Multerer aus Adelshofen (Landkreis Fürstenfeldbruck), Gerd Schneider (Euerfeld) und Andreas Felsl (Buchloe) als stellvertretende Landesvorsitzende. Foto: Martin Wagner