Israel-Reise der KLB Bayern

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Anfang November erlebten 31 Teilnehmende der diesjährigen Studienfahrt des Landesbildungswerkes der KLB Bayern in Israel nicht nur eine Reise vor biblischem Hintergrund, sondern tauchten gleichzeitig ein in eine Welt voller Gegensätze und extremer Kontraste.

In den reich gefüllten Tagen eröffneten sich unter der Leitung von Franz-Josef Rother und Landvolkseelsorger Josef Mayer faszinierende Einblicke in ein politisch zutiefst gespaltenes, religiös vibrierendes, wirtschaftlich durch Tourismus, Landwirtschaft und Weinanbau geprägtes Land.

 

Schon auf den ersten Stationen der Reise, die von Tel Aviv über Nazareth an den See Genezareth führten, kam die Reisegruppe mit der Realität der israelischen Siedlungs- und Besatzungspolitik in Berührung. Städte und Gemeinden unter palästinensischer Selbstverwaltung wie Nazareth leben streng getrennt von den israelisch verwalteten Siedlungsblöcken.

 

Einblicke in die Landwirtschaft im Kibbuz und Weinbau

Landwirtschaftliche Betriebe, wie der ausführlich besichtigte Kibbuz Ginosar am Westufer des Sees Genezareth mit 300 Milchkühen, Kälberaufzuchtstation und sorgsam bewässerter Bananenplantage nahmen sich wie kleine autarke und blühende Inseln aus, die überdies aus der Geschichte der jüdischen Einwanderung in Palästina in den 1930er Jahren erzählten.

 

Politik und Religion – Grenzen und Übergänge

Dass in Israel Religion Politik und Politik Religion ist, wurde den Reisenden immer wieder schnell klar. Zum Verständnis der prekären politischen Lage im Nahen Osten trugen der sehr erhellende Vortrag von Dr. Joachim Rother vom Israel-Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung sowie der Informationsbesuch in der Geschäftsstelle der Konrad-Adenauer-Stiftung in Ramallah bei, wo die palästinensische Autonomiebehörde ihren Sitz hat.

 

Besuche in Jericho, Yad Vashem und an den biblischen Stätten

Einblicke in das Alltagsleben der Palästinenser waren zudem bei einer außerplanmäßigen Stippvisite in Jericho und während des Besuchs von Betlehem möglich. Im Gegenzug konnten die historische Tragödie der Juden und der Horror des Holocausts in der Gedenkstätte Yad Vashem – hier besonders im Kindermemorial – auf bewegende Weise erfühlt und nachvollzogen werden.

Selbstverständlich kam aber auch für die christliche Reisegemeinschaft die Besichtigung der biblischen Stätten nicht zu kurz.

 

Quelle: Katholische Landvolkbewegung (KLB) Bayern