Erzdiözese nimmt Stellung zu Missbrauchsgutachten

Freitag, 14. Januar 2022

Pressekonferenz nach einer ersten Prüfung

München, 13.01.2022. Das neue externe Gutachten zu sexuellem Missbrauch im Bereich der Erzdiözese München und Freising, das von der Rechtsanwaltskanzlei Westpfahl Spilker Wastl erstellt wurde und von der Kanzlei am Donnerstag, 20. Januar 2022, der Öffentlichkeit vorgestellt wird, erhält die Erzdiözese ebenso am 20. Januar erstmals zur Kenntnis. Nach einer ersten Prüfung nimmt die Erzdiözese zu dem Gutachten Stellung bei einer
 
Pressekonferenz
am 27. Januar 2022 um 11 Uhr
in der Katholischen Akademie in München,
Mandlstraße 23.
 
Die Veranstaltung wird zeitgleich ins Internet übertragen unter www.erzbistum-muenchen.de/stream.
 
Das Gutachten wurde im Februar 2020 von der Erzdiözese bei der Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl in Auftrag gegeben. Es soll auch benennen, ob die Verantwortlichen rechtliche Vorgaben sowie die Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz erfüllten und angemessen im Umgang mit Verdachtsfällen und möglichen Tätern handelten. Der Auftrag umfasst den Zeitraum von 1945 bis 2019. Grundlage des neuen Berichts sind neben dem damaligen unabhängigen Missbrauchsbericht, den die Erzdiözese bereits im Dezember 2010 als erstes deutsches Bistum vorlegte, alle neuen Hinweise auf sexuellen Missbrauch durch Kleriker und weitere hauptamtliche Mitarbeitende, die seit 2010 bis Ende 2019 in den Verantwortungsbereich der Erzdiözese fallen. Es wird ein Baustein im weiteren Prozess der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in der Erzdiözese sein.
 
Betroffene von sexuellem Missbrauch können sich auch weiterhin direkt an die unabhängigen Ansprechpersonen (ehemals Missbrauchsbeauftragte) wenden. Diese sind die zentralen Erstansprechpartner für Verdachtsfälle auf sexuellen Missbrauch. Ihre Aufgabe ist es, Hinweise auf sexuellen Missbrauch und Grenzverletzungen entgegenzunehmen. Sie sind unter folgenden Kontaktdaten zu erreichen: Diplompsychologin Kirstin Dawin, Telefon: 089 / 20 04 17 63, E-Mail: KDawin@missbrauchsbeauftragte-muc.de sowie Dr. jur. Martin Miebach, Telefon: 0174 / 300 26 47, E-Mail: MMiebach@missbrauchsbeauftragte-muc.de. Nähere Informationen sind im Internet unter www.erzbistum-muenchen.de/missbrauch-und-praevention verfügbar. Hier werden auch Informationen zur mit Veröffentlichung des Gutachtens neu errichteten Anlauf- und Beratungsstelle für Betroffene von sexuellem Missbrauch im Erzbistum München und Freising verfügbar sein. (uq/kbr)
 
Hinweis:
Medienvertreter werden gebeten, sich zu der Pressekonferenz anzumelden unter Telefon 089/2137-1263 oder per E-Mail an pressestelle@erzbistum-muenchen.de. Bitte beachten Sie, dass die Anzahl der Plätze aufgrund der Pandemielage begrenzt ist und Sie vor Ort eine FFP2-Gesichtsmaske tragen sowie mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Personen halten müssen. Für Journalisten besteht auch die Möglichkeit, digital an der Pressekonferenz teilzunehmen und Fragen einzureichen. Auch dafür ist eine Anmeldung unter oben genannten Kontaktdaten nötig.

 

Quelle/Copyright: Pressestelle des Erzbistums München und Freising