Erntedank: Kardinal Marx besuchte Bauernhof

Dienstag, 1. Oktober 2019

Ginsham/Erdweg. Die Katholische Landvolkbewegung lud anlässlich des Erntedankfestes zu einem Austausch und Pressegespräch mit Landwirten in Bruckmühl-Ginsham ein, zu dem als hochrangiger Vertreter der Erzdiözese, Kardinal Reinhard Marx angereist war. Nach einer Begrüßung durch die KLB Diözesanvorsitzende Luise Braun und einem Lied von Johannes Seibold, dem Geistlicher Leiter der KLB München und Freising, folgte ein Hofrundgang.

Kardinal Marx ließ sich von den jungen Landwirten Anton Hell und seiner Frau Katharina ausführlich den konventionellen Milchviehbetrieb zeigen. „Melken kann ich nicht“, sagte er scherzhaft zu Beginn des Besuchs. Doch das musste er auch nicht, denn der Familienbetrieb wurde 2012 umgestellt. Die über sechzig Kühe werden im Laufstall vom Robotter gemolken. Vor zwei Jahren hat das junge Ehepaar aus dem Landkreis Rosenheim den Familienbetrieb ihrer Eltern und Schwiegereltern, Anton und Johanna Hell, übernommen. Der Besuch erinnerte Kardinal Marx an seine Kindheit, bei der er regelmäßig in den Ferien bei seinen Verwandten einige Tage auf dem Bauernhof verbringen durfte. Er ließ es nicht bei diesen Erinnerungen sondern informierte sich über aktuelle Herausforderungen in der Landwirtschaft, denn es sei ihm klar, dass die Landwirtschaft für die Zukunft unserer Welt wichtig sei. In Bayern sei die Landwirtschaft geprägt durch bäuerliche Familienbetriebe, deren Überleben auch eine kulturelle Bedeutung habe, sagte Kardinal Marx zum Abschluss seines Rundgangs. Dabei stellte er Fragen an die Familie Hell, an die Vertreter der Landvolkbewegung und an die angereisten Seelsorger. Es wurde klar, dass der Strukturwandel in der Landwirtschaft vielen Familien eine große Last ist. Der bayerische Landvolkpfarrer Josef Mayer riet dazu, die regionalen Kreisläufe zu stärken und somit den bäuerlichen Familienbetrieben Rückhalt zu geben

Sehenswert: Filmbericht - Münchner Kirchenfernsehen des Sankt Michaelsbundes