Bruder Klaus-Stele

Bruder Klaus-Stele an der Landvolk Diözesanstelle am Petersberg

An oberer Stelle einer neu geschaffenen Stele am Petersberg steht das Bruder-Klaus-Rad, auch Sonnenrad genannt. Die Sonne steht für Christus, dem Sieger über Leiden und Tod. Das einfache, vom heiligen Bruder Klaus im 15. Jahrhundert entwickelte Radbild, setzt einen dynamischen Gott voraus, dessen Allmacht dreifach von der Mitte ausgeht und wieder zur Mitte zurückkehrt. Das bedeuten jeweils die drei Pfeile des Rads, die wie Speichen nach außen und nach innen gerichtet sind. Wasser fließt herab auf die Menschen, die den Beistand Gottes sehnsüchtig erwarten und trotz all ihrer Sorgen und Nöte ihre Kraft in der Gemeinschaft und im Gebet erkennen. Das Wasser steht für Gott, er ist Quelle für alle Menschen.

Die über zwei Meter hohe, aus Kastanienholz gefertigte Stele, die den Eingang zur Diözesanstelle der Katholischen Landvolkbewegung München und Freising (KLB) am Oberen Haus Petersberg markiert, lädt den Betrachter ein, sein Leben zu prüfen, seine Entscheidungen zu bestätigen oder zu ändern, wie Bruder Klaus und seine Frau Dorothee es getan haben und damit zu Vorbildern und zu Patronen der KLB in der heutigen Zeit geworden sind.

Nicht alles erschließt sich sofort, so ist  z. B. ein Stein in die Stele eingebaut, der aus dem Fluss „Große Melchaa“ stammt. Die „Große Melchaa“ durchfließt das Ranfttal, wo Bruder Klaus (1417-1487) die letzten Jahre seines Lebens, nachdem er die Familie bereits verlassen hatte, als Eremit gelebt hat. Das Goldene steht für Bruder Klaus, der im Spätmittelalter im Ranft für die besondere Berufung eintrat. Im Auftrag des Diözesanvorstands  erarbeitete der Holzbildhauer Martin Landinger im Frühsommer 2016 die Bruder-Klaus-Stele. Die KLB macht mit der Stele deutlich, dass ihr der Petersberg in Erdweg auch zur geistlichen Heimat geworden ist. Ein Ort zum Verweilen, zum Nachdenken und zum Auftanken.