Junges Landvolk Dachau traf sich zum Familientag in Weichs

Donnerstag, 2. März 2017

Einen Tag mit Jakob unterwegs! war das Motto des Treffens. Familien aus verschiedenen Pfarreien und ganz unterschiedlichen Familienkonstellationen hatten sich angemeldet. Anhand der Bibelgeschichte konnten sie spielerisch, praktisch und kreativ verschiedene Stationen im Leben Jakobs ergründen sowie Gemeinsamkeiten mit dem eigenen Leben herausfinden.

Die Handpuppe Augustine „die freche Biene“, die die Kinder schon vom letzten Mal kannten, begleitete wieder den Tag. Außerdem unterstützte Pastoralreferent Johannes Fichtl, aus dem Pfarrverband das Team mit seiner großen Erfahrung.

Am Vormittag erfuhren Kinder und Erwachsene wie verschieden Jakob und Esau sind, in ihrem Wesen und ihren Talenten. Im praktischen Teil fanden es Kinder wie Eltern schön, auf einem „Hör-Stuhl“ von ihren Familienmitgliedern gesagt zu bekommen, warum man sie schätzt und dabei entdecken welche verschiedenen Begabungen jeder hat.

Im nächsten Teil der Bibelgeschichte erlebten alle, dass Jakob ein Mensch ist, der viel will, viel wagt, mit allen Tricks arbeitet und immer wieder an Grenzen geführt wird. Hier versuchten Kinder mit Mimik und Gesten die verschiedenen Gefühle darzustellen, die in der Erzählung vorkamen.

Danach machten sich alle mit Jakob auf die Flucht, um dabei mit ihm einen besonderen Traum bei einer Phantasiereise zu erleben. Für den anschließenden kreativen Teil wurden die Farben ausgepackt und jeder durfte malen, was Jakob im Schlaf erlebt hat. Die gestalteten Bilder, wurden auf der „Himmelstreppe“ ausgestellt.

Nach dem gemeinsamen Essen und einer ausgedehnten Mitttagpause mit Zeit zum Ratschen, Spielen und Toben wurde die Geschichte in Form einer Bildschirm-Präsentation weitererzählt. Jetzt konnten die Teilnehmer feststellen, dass Jakob auch mal auf der Verliererseite steht und selbst betrogen wird. Dem Thema „ehrlich sein“ oder „sich durchs Leben schummeln“ gingen Kinder und Erwachsene getrennt nach. Die Kinder spielten Mogelspiele und tauschten sich darüber aus, wie es sich anfühlt durch Täuschen zum Sieg zu kommen. Die Erwachsenen sprachen über die ganz alltäglichen Schummeleien und dem großen Betrug. Sie stellten fest, dass das eigene Gewissen eine gute Richtschnur ist und beim „Nicht-alles-Mitmachen“ ein Kreis guter Freunde hilft.

Im letzten Teil der Geschichte wurde berichtet, wie Jakob und Esau sich Versöhnen.

Bei einer kurzen Reflexion am Ende des Tages durfte sich das Vorbereitungsteam die Lorbeeren für ihre Arbeit abholen. Die Teilnehmer haben den Tag als Bereicherung empfunden und freuen sich auf den nächsten Familientag.

Martina Prasser